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„Wiederverfüllung darf Trinkwasserversorgung nicht gefährden" Landtagsabgeordneter Florian Hölzl arrangierte Gesprächstermin mit zuständigem Staatssekretär Franz-Josef Pschierer

München/Bruckberg. Zur Sicherstellung der Wasserversorgung plant der Zweckverband Wasserversorgungsgruppe Bruckberg, einen weiteren Trinkwasserbrunnen bei Attenhausen zu errichten. Da sich der Brunnenstandort unweit des früheren Bentonitabbaugebiets „Am Brand“ in der Nachbargemeinde Gammelsdorf (Landkreis Freising) befindet, bat Bruckbergs Bürgermeister Wilhelm Hutzenthaler Landtagsabgeordneten Florian Hölzl (CSU), ihn bei seinem Einsatz für die Sicherstellung der Wasserversorgung zu unterstützen. „Sauberes Trinkwasser ist das höchste Gut. Daher muss ausgeschlossen sein, dass die Verfüllung des früheren Bentonitabbaugebiets zu Gefährdungen der öffentlichen Wasserversorgung führt“, betonte Hutzenthaler. Man verfolge die Wiederverfüllung vor allem auch deshalb mit Argusaugen, so der Bruckberger Rathauschef, weil man die Ereignisse des Jahres 2011 nach wie vor in Erinnerung habe. Beprobungen ergaben damals, dass in das Abbaugebiet Material eingebracht worden ist, das dort nicht hätte verfüllt werden dürfen. 

Um die Befürchtungen der Bruckberger Bürgerschaft an höchster Stelle einzuspeisen, hat Landtagsabgeordneter Florian Hölzl kurzerhand einen Gesprächstermin mit dem zuständigen Staatssekretär im Bayerischen Wirtschaftsministerium, Franz-Josef Pschierer, arrangiert. An dem Arbeitsgespräch nahmen neben Bruckbergs Gemeindeoberhaupt Wilhelm Hutzenthaler auch sein Gammelsdorfer Amtskollege Paul Bauer, der Freisinger Landtagsabgeordnete Dr. Florian Herrmann und MdL Helmut Radlmeier teil. Dem Wirtschaftsministerium ist das für die Genehmigung von Wiederverfüllungen früherer Tagebaustätten zuständige Bergamt unterstellt. In seinen einführenden Worten an Staatssekretär Pschierer sagte Hölzl: „Beide Gemeinden, sowohl Bruckberg als auch Gammelsdorf, haben sich gegen die Verfüllung mit belasteten Stoffen bis zum Zuordnungswert 1.2 gewandt. Die negativen Erfahrungen der Vergangenheit und ein möglicher Konflikt mit dem neuen Brunnenstandort rechtfertigen die Skepsis der örtlichen Entscheidungsträger.“ Als Landtagsabgeordneter erwarte er, dass den vor Ort grassierenden Befürchtungen im Genehmigungsverfahren nachgegangen werde. Auch Bruckbergs Bürgermeister Hutzenthaler brachte seine Bedenken zum Ausdruck: „Wir bleiben bei unserer Position, wonach die Wiederverfüllung die Wasserversorgung im Zweckverbandsgebiet nicht negativ beeinflussen darf. Losgelöst von den Zuordnungswerten müssen Verfüllungsaktivitäten laufend und strengstens überwacht werden.“ Staatssekretär Pschierer zeigte vollstes Verständnis für das Anliegen der Gemeinden. In der Sache informierte er darüber, dass von Seiten des Betreibers nach Durchführung der für den Grundwasserschutz notwendigen Maßnahmen der Abschlussbetriebsplan für den Tagebau beim zuständigen Bergamt Süd vorgelegt worden sei. „Die Entscheidung, bei Attenhausen einen zusätzlichen Brunnen zu schlagen, findet im laufenden Verfahren Beachtung, indem nun das Einzugsgebiet des neuen Brunnens zu ermitteln ist“, so Pschierer. Im weiteren Fortgang seien Beobachtungsbrunnen anzulegen. Erst  dann ließen sich fachlich fundiert Aussagen zu einer etwaigen Gefährdung der Wasserversorgung infolge der Verfüllung treffen. „Im Vorfeld dieser Maßnahmen wird keine Genehmigungsentscheidung ergehen“, versprach Pschierer. Auch würden die beiden Gemeinden weiter eng eingebunden werden. Um die Ordnungsmäßigkeit der beantragten Verfüllung sicherzustellen, sprach er sich schließlich in Übereinstimmung mit den kommunalen Forderungen für eine lückenlose Überwachung aus. MdL Hölzl und Bürgermeister Hutzenthaler dankten dem Staatssekretär für das von großer Ernsthaftigkeit getragene Interesse und das Moratorium, nicht über den Abschlussbetriebsplan zu entscheiden, solange keine ausreichende Faktengrundlage den neuen Trinkwasserbrunnen betreffend auf dem Tisch liegt. „Ohne Beteiligung der Gemeinde im laufenden Verfahren sowie ohne finale Erkundung der Trinkwassersituation wird keine Entscheidung gefällt werden“, fassten Hölzl und Hutzenthaler die Ergebnisse aus dem Gespräch abschließend zusammen.

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Der Brief aus München hier zum Download

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