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Hochwertige, wohnortnahe medizinische Krankenhausversorgung aufrechterhalten / Zukunftsprogramm Geburtshilfe - CSU-Kreistagsfraktionssprecherin Petra Högl im Arbeitsgespräch mit MdL Florian Hölzl

Kelheim – Für die Aufrechterhaltung der wohnortnahen medizinischen Krankenhausversorgung mit den beiden kreiseigenen Krankenhäusern, der Ilmtalklinik in Mainburg und der Goldberg Klinik in Kelheim, plädierte CSU-Kreistagsfraktionssprecherin Petra Högl im Arbeitsgespräch mit dem für den Landkreis Kelheim zuständigen CSU-Landtagsabgeordneten Florian Hölzl. „Die Krankenhäuser in Mainburg und Kelheim stellen eine flächendeckende und qualitativ hochwertige Krankenhausversorgung für die Bürgerinnen und Bürger in unserem Landkreis sicher“ betonte Högl. „Unser Ziel muss es sein, auch künftig eine wohnortnahe medizinische Krankenhausversorgung im Landkreis zu haben“, sagte Högl weiter im Gespräch mit Florian Hölzl. Sie unterstütze deshalb auch den jetzt vom Landkreis eingeschlagenen Weg, mit Hilfe des Wirtschaftsberatungsunternehmens Ernst & Young Ansatzpunkte zur Reduzierung des Defizites an der Goldberg Klinik Kelheim zu erarbeiten, wobei Einsparungen im Personalbereich explizit ausgeschlossen seien.

Ein möglicherweise wichtiger Schritt zur Reduzierung des Defizits bei der Goldberg Klinik im Bereich der Geburtshilfe könnte dabei auch das kürzlich vom Ministerrat verabschiedete „Zukunftsprogramm Geburtshilfe“ des Freistaates sein. Landtagsabgeordneter Florian Hölzl informierte CSU-Kreistagsfraktionssprecherin Petra Högl, dass das neue Förderprogramm für die Geburtshilfe in Bayern ein jährliches Gesamtvolumen von rund 30 Millionen Euro habe und bereits zum Jahr 2018 beginnen werde, sofern der Bayerische Landtag im Rahmen der anstehenden Nachtragshaushaltsberatungen zustimme. „Das Programm umfasst zwei Fördersäulen. Der erste Schwerpunkt zielt darauf ab, die Kommunen unter bestimmten Voraussetzungen bei der Finanzierung defizitärer Geburtshilfestationen an Krankenhäusern im ländlichen Raum zu unterstützen. Dafür sollen Mittel in Höhe von 25 Millionen Euro pro Jahr zur Verfügung gestellt werden“, berichtete MdL Hölzl von dem Kabinettsbeschluss. Konkret werden Landkreise mit einem staatlichen Zuschuss unterstützt, wenn die Kommune das Defizit der Geburtshilfestation vor Ort ausgleicht, die mangels ausreichender Fallzahlen nicht kostendeckend wirtschaften kann, sich aber gleichzeitig als Hauptversorger in der Region etabliert hat. „Der Zuschuss kann bis zu einer Million Euro pro Jahr betragen, wobei 15 Prozent des Defizits die Kommune übernehmen muss“, so Hölzl weiter. Voraussetzung für die Förderung sei, dass das Krankenhaus als einzige Einrichtung in der kreisfreien Stadt oder als eine von maximal zwei Einrichtungen im Landkreis die Fachrichtung „Gynäkologie und Geburtshilfe“ vorhält und mindestens 300, höchstens aber 800 Geburten im Jahr versorgt. Dabei müssen mindestens die Hälfte der Anzahl der Neugeborenen im Landkreis oder der kreisfreien Stadt in dem Krankenhaus versorgt werden. Petra Högl dankte Florian Hölzl für die umgehende Information über das neue Förderprogramm des Freistaates Bayern. „Dieses Förderprogramm wäre natürlich ein wichtiger Beitrag, mit dem wir das Defizit der Goldberg Klinik im Bereich der Geburtshilfe möglicherweise deutlich reduzieren könnten“, sagte Petra Högl. Sie bat Florian Hölzl deshalb, sich in enger Abstimmung mit Landrat Martin Neumeyer bei der Bayerischen Gesundheitsministerin Melanie Huml für die Aufnahme der Goldberg Klinik in das „Zukunftsprogramm Geburtshilfe“ einzusetzen. „Mit 525 Geburten bis Ende November dieses Jahres und rund 1.000 Landkreisgeburten in einem Jahr könnte die Goldberg Klinik die Fördervoraussetzungen erfüllen“, so Högl weiter. Dies wäre aus ihrer Sicht auch ein wichtiges Signal für die am 22. Januar 2018 anstehende Kreistagssitzung, in der über das weitere Vorgehen bei den beiden kreiseigenen Krankenhäusern beraten werde.

Weiter berichtete Hölzl, dass der zweite Schwerpunkt des Förderprogramms die Unterstützung der Kommunen bei der Sicherstellung der Hebammenhilfe sei. Hierfür erhalten Landkreise bereits im kommenden Jahr für jedes neugeborene Kind pauschal eine Förderung von 40 Euro, die sie für geeignete Maßnahmen zur Verbesserung und Stärkung der Versorgung mit Hebammenhilfe einsetzen können. „Hierbei kann es sich beispielsweise um die Errichtung von Vermittlungszentralen, Werbekampagnen oder andere Maßnahmen handeln, die dazu dienen, die Hebammenversorgung zu stärken“, sagte Hölzl.

Abschließend vereinbarten Petra Högl und Florian Hölzl, im engen Austausch bezüglich der Aufnahme der Goldberg Klinik in das „Zukunftsprogramm Geburtshilfe“ des Freistaates zu bleiben.

BU: MdL Florian Hölzl im Gespräch mit CSU-Kreistagsfraktionssprecherin Petra Högl

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