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Familienunternehmen in vierter Generation - MdL Florian Hölzl informiert sich bei der Metzgerei Wagner-Simmel

Pfeffenhausen. Auf knapp sieben Jahrzehnte Firmengeschichte kann die Pfeffenhausener Familienmetzgerei Wagner-Simmel zurückblicken. Angefangen hat alles am 1. April 1949, als Konrad Wagner mit einer kleinen Metzgerei in Pfaffendorf begann, zeigte die jetzige Inhabergeneration dem Pfeffenhausener Landtagsageordneten Florian Hölzl bei seinem Informationsbesuch in der Metzgerei auf. Am heutigen Produktions- und Verkaufsstandort der Metzgerei in der ehemaligen Gastwirtschaft des Landshuter Hofs in der Bahnhofstraße ist die Metzgerei seit 1958 heimisch.

Neben dem Verkaufsladen in Pfeffenhausen betreibt das Unternehmen mit seinen rund 20 Mitarbeitern auch noch Filialen in Ergoldsbach und seit Jahresbeginn in Enzelhausen. Mit den frischen Wurst- und Fleischwaren der Metzgerei Wagner-Simmel wird dort auch die Traditionsgaststätte „Maierwirt“ beliefert. Das allfreitägliche Weißwurstfrühstück beim „Maierwirt“ ist weit über den Landkreis Freising hinaus eine Institution bayerischer Gemütlichkeit und Lebenslust. Seit kurzem ist das Pfeffenhausener Familienunternehmen, das sich auch mit seinem Partyservice einen exzellenten Namen gemacht hat, mit einem Verkaufsstand am Mainburger Wochenmarkt mit von der Partie. Mit dem 25-jährigen Metzgermeister Andreas Simmel ist bereits die vierte Generation im Unternehmen aktiv. Gemeinsam mit Vater Konrad Simmel leitet er heute die Geschicke des Betriebes und hat in kurzer Zeit mit seinen Grillspezialitäten, wie etwa dem Dry Aged Beef aus eigener Herstellung, über die Region hinaus große Bekanntheit erlangt. „Bewährtes will ich fortsetzen und gleichzeitig aufgeschlossen sein für Neues“, so Andreas Simmel. Dass die Qualität seiner Arbeit nicht nur bei den Konsumenten, sondern auch in der Branche selbst hochgeschätzt wird, hat sich unlängst gezeigt, als er gemeinsam mit anderen Berufskollegen Deutschland bei einem Nationenvergleich im Metzgerhandwerk vertreten durfte. „Über die Berufung in das Team Deutschland habe ich mich wirklich gefreut. Der Wettbewerb hat dem Metzgerhandwerk generell gut getan, konnten wir doch zeigen, wie spannend, abwechslungsreich und kreativ der Beruf des Metzgers entgegen manch einer landläufigen Meinung eigentlich ist“, so Andreas Simmel in der Replik. Im Gespräch mit Florian Hölzl erläuterte der Jungmetzger die Philosophie der Metzgerei, ausschließlich auf regionale Produkte zu setzen. „Wir beziehen all unsere Schweine und Rinder von ausgewählten Bauern aus der Region. Unsere Schweine erhalten wir von Andras Brunner aus Grundhöring im Landkreis Straubing, unsere Rinder von Hans Zierer aus Pfeffenhausen oder Klaus Sigl aus Niederhatzkofen“, berichtete Simmel. Der direkte Kontakt zu den Landwirten liege ihm sehr am Herzen: „Wir legen großen Wert auf den direkten Kontakt zu unseren Bauern und sehen uns jedes Rind vor der Schlachtung auch an.“ Bei der Auswahl der die Metzgerei beliefernden Landwirte habe er vor allem die Haltungs- und Fütterungsform im Blick. Beim Rundgang durch die Produktion zeigte sich Hölzl beeindruckt von der hochwertigen Ausstattung mit modernster Gerätschaft. „Seitdem klar war, dass Andreas in den Betrieb einsteigt, können wir langfristig planen und investieren“, sagte Vater Konrad Simmel. Dass dieser Übergang heute keinesfalls mehr selbstverständlich ist, zeige sich auch daran, dass viele kleine Metzgereien schließen müssten. „Viele Familienmetzgereien finden heute einfach keinen Nachwuchs mehr“, betonte Konrad Simmel. Für die Metzgerei Wagner-Simmel und auch für Jungmetzger Andreas Simmel war der Einstieg in den Familienbetrieb jedenfalls ein Glücksfall. „Mir macht der Beruf und die Arbeit großen Spaß. Rund 70 Produkte stammen aus unserer eigenen Produktion, welche wir mit unseren eigenen Rezepturen herstellen“, so Andreas Simmel zum reichen Sortiment des Metzgerbetriebs. Hölzl streifte schließlich die unterschiedlichen staatlichen Fördermaßnahmen und betonte die Bedeutung einer florierenden Metzgerei für einen Markt wie Pfeffenhausen: „Eine Metzgerei vor Ort, die regionale Produkte anbietet, ist ein Stück Lebensqualität.“ Zum Abschluss durfte sich Florian Hölzl noch selbst von der Qualität der produzierten Wurstwaren überzeugen. Beim Maierwirt in Enzelhausen wurden die erst am frühen Morgen hergestellten Weißwürste gemeinsam verkostet. „Ich freue mich sehr, dass uns dieses Pfeffenhausener Traditionsunternehmen noch lange erhalten bleibt und wünsche Jungmetzger Andreas Simmel weiterhin viel Freude und Leidenschaft in seinem Beruf“, so Hölzl.

BU: Metzgermeister Andreas Simmel (l.) im Gespräch mit Landtagsabgeordneten Florian Hölzl (Foto: Scheuerer)

Der Brief aus München hier zum Download

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